Ich kann leider von meiner ersten Schicht mit myTaxi wenig, besser nichts berichten.
Bei insgesamt recht gutem Geschäft und einem Funktourenanteil von 75% hatte ich in den 12 Stunden der letzten Nacht nicht eine Anfrage zu verzeichnen.
Ich habe in der zweiten Nachthälfte dann sogar darauf verzichtet, mich besetzt zu melden. Meinen Empfangsradius hatte ich auf 5km eingestellt, was ich an unserer Durchschnittstour von deutlich unter 5km festgemacht habe.
Der Graupenfan, der mT seit knapp zwei Wochen an Bord hat, aber nicht jede Nacht unterwegs ist, hat seitdem insgesamt 1 (Fehl)tour vermittelt bekommen.
Die manuelle besetzt / frei Meldung ist für einen VDF-Verwöhnten sehr umständlich und störend. Die Bedienung eines auf das Wesentliche reduzierte, proprietären Datenfunkterminals ohne Mehrfachebenen, wie es z.B. Seibt & Straub anbietet, ist eindeutig die bessere Lösung, dass kann ich nach bereits einer Nacht definitv feststellen.
Das von mir benutzte iPhone 4 verfügt anerkannter Maßen über ein extrem gutes Touchdisplay. Ich mag mir die Fummelei mit einem kostengünstigen Smartphone, das weder über die Brillanz eines iPhone Displays, noch über dessen nahezu perfekten Bedienbarkeit der Touchflächen verfügt, gar nicht ausmalen. Parallel arbeite ich gerade noch mit einem LG P500 (150€-Klasse ohne Vertrag), welches gerade in diesen Punkten, neben dem kleineren Display, klare Defizite hat.
Die Verwendung von Geräten in der Größenordnung eines iPad halte ich für die meisten Betriebe für unrealistisch.
Insgesamt ist an der Bedienung, solange die App im Vordergrund ist, nichts auszusetzen und macht als Technikfreund natürlich auch Spaß. Das können andere bei weitem nicht so gut.
Extrem gut gefällt mir übrigens die Ortungsfunkion, die ggü anderen Apps extrem genau und schnell ist, auch, wenn Google den Lübecker Stadtteil Bornkamp immer noch vollkommen falsch digitalisiert hat, worunter allerdings auch TomTom nach wie vor leidet.
Eine Anfrage gab es dann aber doch. Als ich am heutigen Nachmittag mit interessierten Freunden zusammen saß und die verschiedenen Apps vorstellte, wobei die Fahrerapp einige Minuten aktiv war, erreichte mich tatsächlich eine Anfrage in 1,7km Entfernung, die ich natürlich ablehnen mußte, ich war ja privat unterwegs. Und nur just for fun anzunehmen, dafür zu zahlen und dann doch vertrösten zu müssen, ist weder in meinem Sinne und als fairer Nutzer-Tester auch ggü. mT unangebracht.